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MITTELALTERLICHES |
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Sich in alte Zeiten, z. B. in das Mittelalter, zurück versetzen lassen, diese Gelegenheit hat man u. a. bei einem Besuch einer alten Ruine. In Kärnten gibt es viele Burgen. Auch wenn von einigen dieser Burgen nur mehr Ruinen vorhanden sind, so werden sie dennoch gerne von Gästen aus dem In- und aus dem Ausland besucht. Einige Burgruinen werden im nächsten Abschnitt vorgestellt.
Burgruine Aichelberg: Die Burgruine Aichelberg befindet sich im Nordosten der Gemeinde Wernberg, in den Ossiacher Tauern. Die Entstehungszeit wird im 12. Jahrhundert angenommen. Ursprünglich war die Burgruine Aichelberg eine spätromanische Befestigung. Als Kaiser Friedrich III. gegen den König Matthias Corvinus Krieg führte, wurde diese Burg zerstört. Ende des 15. Jahrhunderts wurde sie aber wieder aufgebaut. In den darauf folgenden Jahrhunderten verfiel sie jedoch immer mehr dem Verfall. Heute sind von der gesamten Anlage nur mehr der vierstöckige Wohnbau sowie der dreistöckige Torbautrakt mit dem vorspringenden Rundturm erhalten.
Ruine Greifenfels: Diese Ruine steht auf einer Felskuppe am Nordhang der Sattnitzerberge und gehört zur Gemeinde Ebenthal in Kärnten. Es wird angenommen, dass diese Burg im Jahr 1230/1231 von Wulfing und Heinrich von Gurnitz erbaut worden ist. Ab dem Jahr 1315 waren die Besitzer dieser Burg die Auffensteiner, ursprünglich Ministerialen der Grafen von Tirol. Einige Jahre später kam die Burg in den Besitz der Herren von Neuhaus. Seit dem Jahr 1704 befindet sich die heutige Ruine Greifenfels im Besitz der Grafen von Goess. Von der einst schönen Burg Greifenfels sind heute nur mehr Überreste von einer Ruine erkennbar.
Burgruine Nussberg: Die Burgruine Nussberg zählt zu den ältesten Burgen in der Umgebung von St. Veit an der Glan. Die Ruine liegt im Ort Nussberg an der Straße von St. Veit nach Steinbichl. Die Entstehungsgeschichte geht bis in das 12. Jahrhundert zurück. Zuerst war die Burg im Besitz der Nussberger, einem bekannten Rittergeschlecht. Ca. um 1300 starben jedoch die Nussberger aus und die Burg kam somit in den Besitz der Värber. Heute ist die übrig gebliebene Burgruine Nussberg in Privatbesitz. Architektonisch war die ursprüngliche Burg Nussberg ein romanisch – gotisches Bauwerk. Die Burg entstand einst aus einem dreistöckigen Wohnbau und einem hohen Turm. Es wird vermutet, dass es sich bei diesem Turm um einen dreigeschossigen Wehrturm gehandelt haben dürfte. Auch eine Burgkapelle sollte sich in dieser Burg befunden haben.
Burgruine Gomarn: Die Burgruine Gomarn liegt auf einem Hügel bei St. Leonhard im Lavanttal. Es wird angenommen, dass die Burg um 1300 errichtet worden ist. Der älteste Teil der Burg, der Bergfried entstand ca. im Jahr 1300. Die umliegenden viergeschossigen Mauerreste stammen ca. aus dem 15. Jahrhundert und sind teilweise noch heute erhalten. Teile der ehemaligen Burg Gomarn werden heute sogar zur öffentlichen Nutzung, z. B. für Feste zugängig gemacht. Ursprünglich war die Burg im Besitz bambergischer Verwalter. Zweimal wurde die Burg ein Raub der Flammen, einmal im Jahr 1762 und nochmals im Jahr 1808. Deshalb sind heute nur noch Reste einer Burgruine vorhanden.
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